Chinese Feeling
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"ich gebe immer zu wenig und will immer zu viel"

Danke Niki.

Der Text ist ja so verdammt zutreffend. Oh man.
 

"Auf der positiven Seite bist du in deinen Partner "verliebt". Das ist im Anfang ein zutiefst befriedigender Zustand. Du fühlst dich auf intensive Art lebendig. Plötzlich macht dein Dasein Sinn, denn da ist jemand, der dich braucht, der dich will, für den du außergewöhnlich bist, und du gibst ihm oder ihr das Gleiche. Wenn ihr zusammen seid, fühlt ihr euch ganz. Dieses Gefühl kann so überwältigend werden, dass der Rest der Welt davor verblasst.  Aber du hast vielleicht bemerkt, dass diese Intensität auch mit Bedürftigkeit verbunden ist, mit Klammern. Du wirst von dem anderen Menschen abhängig. Er oder sie wirkt auf dich wie eine Droge. Du bist high, wenn du die Droge bekommen kannst, aber allein schon die Möglichkeit oder die Vorstellung, dass er oder sie einmal nicht mehr für dich da sein könnte, kann zu Eifersucht, zu Besitzansprüchen, zu Manipulationsversuchen mit Hilfe von emotionaler Erpressung, Schuldzuweisung und Anklage - letztendlich zu Verlustangst - führen. Wenn der/die andere dich verlässt, kann das zu heftigster Feindschaft oder zu tiefstem Kummer und bodenloser Verzweiflung führen. In einer Sekunde kann aus zärtlicher Liebe der brutalste Angriff, der entsetzlichste Kummer werden. Wo ist die Liebe geblieben? Kann sich Liebe in einem Moment in ihr Gegenteil verwandeln? War es dann überhaupt Liebe, oder nur Abhängigkeit, Festhalten, Kleben?
Jede Abhängigkeit ensteht aus der unbewussten Weigerung, deinen eigenen Schmerz anzuschauen und zu durchleben. Jede Sucht beginnt mit Schmerz und endet mit Schmerz. Egal wovon du abhängig bist - Alkohol, Essen, legale oder illegale Drogen oder eine Person -, du benutzt etwas oder jemanden, um deinen Schmerz abzudecken. Deshalb gibt es nach dem Abklingen der ersten Euphorie so viel Unglück, so viel Schmerz in intimen Beziehungen. Sie sind nicht die Ursache für Schmerz und Unglück. Sie bringen den Schmerz und das Unglück, die schon in dir sind, zum Vorschein. Jede Sucht tut das. Jede Sucht erreicht einen Punkt, wo sie für dich nicht mehr funktioniert, und dann fühlst du den Schmerz stärker als je zuvor. Dies ist einer der Gründe dafür, dass die meisten Menschen ständig versuchen, dem gegenwärtigen Moment zu entfliehen und in der Zukunft irgendeine Erlösung zu finden. Das Erste, was ihnen begegnen könnte, wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf das Jetzt richten würden, wäre ihr eigener Schmerz, und davor haben sie Angst. "

9.9.08 11:50
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lea / Website (9.9.08 12:23)
Da ist echt was wahres dran. Ich finde zwar das man Drogen und Liebe eigentlich nicht mit einander vergleichen kann, aber es stimmt das es einen abhängig macht.

Lg Lea

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